Baumwolle, Samenhaarfaser einiger Pflanzenarten der Klasse Gossypium, die zur Familie der Hibiskus- oder Malvengewächse (Malvaceae) gehört.

Baumwolle, eine der wichtigsten Ernten im Gartenbau weltweit, ist reichlich vorhanden und wird finanziell erwirtschaftet, was Baumwollartikel im Allgemeinen wirtschaftlich macht. Die Filamente können zu einer breiten Palette von Texturen verarbeitet werden, die von leichten Voiles und Bändern bis hin zu dicken Segeltüchern und dicken Samtstoffen reichen und sich für eine Vielzahl von Kleidungsstücken, Haushaltswaren und mechanischen Anwendungen eignen. Baumwolltexturen können unglaublich fest und unempfindlich gegenüber abgekratzten Stellen sein. Baumwolle ist in zahlreichen Farben erhältlich, in der Regel waschbar und kann bei allgemein hohen Temperaturen gepresst werden. Es ist angenehm zu tragen, da es Feuchtigkeit schnell speichert und abgibt. Wenn Wärme benötigt wird, kann es ruhig gestellt werden, ein Vorgang, der der Textur eine Wolloberfläche verleiht. Es wurden verschiedene Veredelungsverfahren entwickelt, um Baumwolle unempfindlich gegen Flecken, Wasser und Schimmel zu machen; um den Schutz vor Faltenbildung zu erhöhen und so die Notwendigkeit des Pressens zu verringern oder ganz darauf zu verzichten; und die Schrumpfung beim Waschen auf nicht mehr als 1 Prozent zu verringern. Vliesstoff aus Baumwolle, der durch Kombinieren oder Zusammenhalten der Stränge hergestellt wird, ist wertvoll für die Herstellung von Einwegartikeln, die als Handtücher, Reinigungstücher, Teepackungen, Tischdecken, Umhüllungen sowie Verbrauchskleidung und Laken für Notfallkliniken und andere restaurative Anwendungen verwendet werden.

Verarbeitung von Baumwollfasern
Baumwollstränge können aufgrund der Stapellänge (normale Länge der Filamente, aus denen ein Baumwollstück oder ein Baumwollpaket besteht) und dem Aussehen im Allgemeinen in drei ausgedehnten Bündeln angeordnet werden. Die Hauptraffung besteht aus feinen, glänzenden Fäden mit einer Stapellänge von etwa 2,5 bis 6,5 cm (etwa 1 bis 2,5 Zoll) und besteht aus Sorten höchster Qualität, zum Beispiel Sea Island-, ägyptischer und Pima-Baumwolle. Die am wenigsten erhältlichen und am schwierigsten zu verarbeitenden langstapeligen Baumwollstoffe sind teuer und werden hauptsächlich für feine Texturen, Garne und Strumpfwaren verwendet. Die zweite Raffung enthält die Standard-Mittelstapelbaumwolle, zum Beispiel American Upland, mit einer Stapellänge von etwa 1,3 bis 3,3 cm (0,5 bis 1,3 Zoll). Die dritte Raffung umfasst kurzstapelige, grobe Baumwolle mit einer Länge von etwa 1 bis 2,5 cm (0,5 bis 1 Zoll), die zur Herstellung von Bezügen und Bezügen, groben und vernünftigen Texturen sowie Mischungen mit verschiedenen Filamenten verwendet wird.

Ein großer Teil der Samen (Baumwollsamen) wird durch ein mechanisches Verfahren namens Entkörnung von den Filamenten isoliert. Entkörnte Baumwolle wird in Bündeln zu einer Materialfabrik zur Garnherstellung transportiert. Eine herkömmliche und immer noch grundlegende Handhabungsstrategie ist das Ringdrehen, bei dem die Baumwollmasse dem Öffnen und Reinigen, Pflücken, Prüfen, Bürsten, Ziehen, Wandern und Wenden ausgesetzt wird. Das Baumwollbündel wird geöffnet und seine Stränge werden präzise geharkt, um Fremdkörper (z. B. Erde und Samen) zu entfernen. Ein Pflücker (Pflückmaschine) wickelt die Filamente dann zu einem Wickel. Eine Kardenmaschine (Kontrollmaschine) bürstet die freien Filamente zu Linien, die zu einem dünnen Blatt oder Netz verbunden werden, und strukturiert sie zu einem freien ungedrehten Seil, das als Kardenstück bekannt ist. Bei höherwertigem Garn wird das Kardenstück durch eine Bürstenmaschine geführt, die die Stapelfaser weiter fixiert und unerwünschte kurze Längen oder Kämmlinge entfernt. In der Illustrations- (Entwurfs-) Struktur verengt und verkleinert eine Reihe von Walzen mit variabler Geschwindigkeit das Fragment, um einheitliche Stränge von nutzbarer Größe zu bilden. Schlankere Stränge entstehen durch das Mäanderverfahren (Slubbing), bei dem der Bohrer durch Ziehen und leichtes Drehen auf Wandern umgestellt wird. Abschließend wird die Mäanderung in eine Wendekontur umgewandelt, wo sie weiter gezogen, auf einem Ringspinngerät gekrümmt und auf einer Spule als Garn verdreht wird.
Zu schnelleren Herstellungsstrategien gehört das Rotordrehen (eine Art Open-End-Drehen), bei dem die Stränge vom Kartenfragment getrennt und im Inneren eines Rotors verdreht werden, während sie so weit wie möglich mit dem Garn verbunden werden. Für die Herstellung von Baumwollmischungen kann die Luftstromdrehung eingesetzt werden; Bei dieser schnellen Technik falten Ebbe und Flut der Luft freie Stränge über einem geraden Fragmentzentrum. Mischungen (Verbundstoffe) werden bei der Garnherstellung hergestellt, indem gestreckte Baumwolle mit anderen Stapelfasern, beispielsweise Polyester oder Kasein, kombiniert wird.
Die Technik zum Vernetzen von Baumwollgarn zu einer Textur ist die gleiche wie bei verschiedenen Filamenten. Baumwollwebstühle verweben die gespannten Längsgarne, sogenannte Twist-Garne, mit Quergarnen, die Schuss- oder Füllgarne genannt werden. Gezwirnte Garne werden häufig künstlich behandelt, um ein Brechen beim Weben zu verhindern.
